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Praxis

PB II | BEST-PRACTICE-MODELLE | INTERNATIONAL

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektbereiches II haben ihre internationalen Recherchen zu arbeitsweltorientierten Alphabetisierungs- und Grundbildungsmodellen abgeschlossen. Nun stehen sie vor der Aufgabe, die Ergebnisse zu filtern.

In folgenden Ländern wurde recherchiert:

- Dänemark
- England
- Finnland
- Irland
- Island
- Niederlande
- Norwegen
- Österreich
- Polen
- Schweden
- Spanien

(RH/KK/MM)

Kärnten | Österreich

"Jump" - Lehrlingsförderung an den Kärntner Volkshochschulen

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Innovative Modelle in Österreich
Das Projekt "Chancen erarbeiten – a³" recherchiert den Bestand an gelingenden arbeitsweltorientierten Alphabetisierungsangeboten mit der Zielgruppe Jugendliche. Nationale Recherchen und Auswertung der Modelle in Deutschland wurden abgeschlossen. Parallel hierzu wurde international recherchiert. Ein Fokus wurde wurde auf Österreich gerichtet. Die Projektmitarbeiter besuchten dort Einrichtungen, um die konkrete Arbeit vor Ort kennen zu lernen und Interviews mit Projekt-Verantwortlichen, Lehrenden und Lernenden zu führen. Hierbei war es den Mitarbeitenden von "a³" wichtig, dass alle Sichtweisen eingeschlossen werden.

 

Um die Vielzahl an Interviews führen zu können, reisten mit Katja Erzkamp und Andreas Brinkmann zwei Personen nach Österreich.

Hintergrund
Alle Ansätze, die a³ näher untersucht hat, sind in dem Verbund In.Bewegung angesiedelt. Dies ist eine Entwicklungspartnerschaft, die verschiedene Projekte in Österreich im Basisbildungs- und Alphabetisierungsbereich durchführt. Diese Partnerschaft ist nun in der zweiten Förderperiode. Die erste Förderung lief vom 1. Juli 2005 bis zum 30. Juni 2007. Dies waren die wesentlichen Bestandteile:

• Voraussetzungen für ein qualitätsgesichertes Angebot an Alphabetisierungs- und Basisbildungsmaßnahmen für Erwachsene in Österreich schaffen
• Zielgruppendifferenziertes Beratungs- und Kursangebot, das flächendeckend eingesetzt werden kann
• Entwicklung und Erprobung von innovativen Modellen und die Integration von vorhandenem Know-how.

Die Entwicklungspartnerschaft In.Bewegung I schaffte elementare Strukturen, entwickelte Projekte und Modelle für die Praxis und schuf ein Netzwerk der beteiligten Institutionen. In.Bewegung I wurde im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative EQUAL aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und aus Mitteln des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur gefördert.

Ein Bericht zur ersten Laufzeit von In.Bewegung steht hier.
Mehr Information finden Sie hier.

 

Die zweite Förderperiode läuft seit dem 1. September 2007 bis zum 31. August 2010. Hier konnten die Einrichtungen des Netzwerks auf die Erfahrungen aus der ersten Förderperiode zurückgreifen. Zudem können sie Strukturen nutzen, die seit 2005 aufgebaut wurden.
In.Bewegung II wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und aus Mitteln des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur.
Eine Übersicht über Projekte und Ziele von In.Bewegung II finden Sie hier.

Aus einer Vielzahl an Projekten hat das Projekt a³ Angebote ausgewählt, die als Hauptzielgruppe Jugendliche ansprechen und die arbeitsweltorientierte Inhalte vermitteln. Besonders interessant war es, dass die Interviewten beide Laufzeiten von In.Bewegung miterlebt haben. So verfügten sie über ein langjähriges und geballtes Wissen um arbeitsweltorientierte Alphabetisierungs- und Basisbildungsarbeit.
Folgende Institutionen und Projekte wurden vor Ort besucht:

Institution

In.Bewegung I

In.Bewegung II

VHS Kärnten

Bildung wieder entdecken: Bildung in Betrieben
Schritt für Schritt

JUMP

ISOP

Sensibilisierung in der Basisbildung; Schnittstelle Schule-Betrieb-Ausbildung

Neustart Grundbildung


Agents of Change

Neustart Grundbildung

STVG

Sensibilisierung in der Basisbildung;
Schnittstelle Schule-Betrieb-Ausbildung

Übergang-Schule-Ausbildung-Beruf

ÖGB

Grundbildungsangebot für
ArbeitnehmerInnen in Betrieben

Bedürfnisorientierte Basisbildungsmodelle
im betrieblichen Kontext

 

Neben diesen integrierten Projekten lernten die Mitarbeitenden des Projekts a³ auch andere Projekte und Regelangebote zur Basisbildung und Alphabetisierung der einzelnen Institutionen kennen.

Zwischenfazit
Die Interviews haben verschiedene Facetten der Österreichischen Basisbildungs- und Alphabetisierungslandschaft aufgezeigt.
Alle einzelnen Einrichtungen zeigen besondere Aspekte in Durchführung, Werbung oder Beratung, die ihr Angebot erfolgreich machen. Der Netzwerkcharakter von In.Bewegung war in jedem Interview erkennbar: Nicht nur die Erfahrungen der ersten Förderperiode wurden für die Gestaltung und Durchführung der Projekte genutzt. Die stetige Kommunikation zwischen den einzelnen Einrichtungen und Projekten verhindert Mehrarbeit und so haben alle was davon: Die Koordinationsstelle, die Lehrenden und auch die Lernenden. Die Projektmitarbeitenden werten derzeit die Interviews aus. Im Frühjahr 2010 wird ein Bericht online gestellt, der zusammenfasst, welche Methoden und Ideen für die deutsche Alphabetisierungslandschaft adaptierbar sind.

Den Blick über innovative Modelle schweifen lassen können Sie hier:

In Kooperation mit Ausbildungsstätten werden Jugendliche im Übergang Schule/Beruf innerhalb des Projektes JUMP gefördert. Ein Ausbilder und ein Lehrling stellten sich den Fragen des Projektes a³.

Das Institut ISOP führt verschiedene Projekte durch. Für die Ziele von a³ ist besonders das Projekt Neustart Grundbildung interessant. Es beschreitet neue Wege in Methodik und Didaktik (v. l.: Otto Rath, Katja Erzkamp, Alfred Berndl, Rosi Zarfl).

Die STVG ist im Übergangsmanagement tätig. Hier haben Sie Statistiken zu Anforderungen an Auszubildende erhoben und daraufhin eine Beratungskonzept entwickelt, das derzeit getestet wird. (Frau Buchholzer (li).,Frau Höllbacher)

Der ÖGB entwickelt Basisbildungs- und Alphabetisierungsangebote für den Bereich „on the job“. Hierzu nutzen Sie unter anderem die Erfahrung aus einem Projekt der VHS Kärnten, das in In.Bewegung I durchgeführt wurde (Herr Diensthuber, Frau Wimmer).

Die VHS Linz nutzt die vorhanden Strukturen im Wissensturm in Linz. Für die Basisbildungs- und Alphabetisierungsangebote gibt es eine eigene Etage und die Kursräume sind multimedial ausgestattet (Frau Muckenhuber, Andreas Brinkmann).

 

(KE/AB)