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Projekt

ZIELE

Die Besonderheit des Verbundvorhabens "Chancen erarbeiten" besteht in der engen Verzahnung von Handlungswissen, Kenntnissen um die Situation der Betroffenen, wissenschaftlichem Hintergrund und einer engen Anbindung an die Wirtschaft sowie verschiedene Bildungseinrichtungen.

Der Kooperationsverbund aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Bedingungen für die Ansprache, Motivation und Bildung von gering Qualifizierten zu erforschen, den Übergang und den Verbleib in Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen und für ein besseres Verständnis der Lebenssituation von Personen mit Grundbildungs-Defiziten zu werben.

In dem Verbundprojekt werden verlässliche empirische Daten über die Situation, Handlungsstrategien und die Barrieren der Integration grundbildungsferner Gruppen erhoben und passgenaue Handlungs- und Interventionsmodule entwickelt. Im Projektverlauf werden in vier nach Zielgruppen und Inhalten ausgerichteten Arbeitsfeldern Ressourcen orientierte Förder- und Beratungskonzepte erforscht, entwickelt und modellhaft umgesetzt. Die Evaluation und der Transfer der Ergebnisse sollen die Nachhaltigkeit sichern.

Im Einzelnen sind folgende Ziele definiert:

  • Erforschung der Grundbildungs-Defizite und Grundbildungs-Anforderungen im Kontext von Wirtschaft und Arbeit;
  • Erforschung und Entwicklung von Rahmenbedingungen für einen gelingenden Brückenschlag zwischen Ist-Potentialen und Anforderungs-Profilen und umgekehrt;
  • Recherche und systematisierte Darstellung von Bildungsprogrammen und Einzelprojekten im Aktionsfeld Grundbildung – Wirtschaft – Arbeit (auch im europäischen Raum);
  • Erforschung und Entwicklung der Gelingensbedingungen von Alphabetisierung und Grundbildung bei Jugendlichen und Erwachsenen, die keinen schulischen oder beruflichen Qualifikations-Nachweis haben und/oder demotiviert sind;
  • Erforschung und Entwicklung gelingender Bildungswerbung und Beratung von gering qualifizierten Jugendlichen und Erwachsenen;
    Erforschung und Entwicklung der Rahmenbedingungen für gelingende Alphabetisierung und Grundbildung gering qualifizierter Arbeitnehmer;
    Erforschung und Entwicklung von adressaten- bzw. branchenspezifischen Qualifizierungsangeboten zur beruflichen Grundbildung;
  • Erforschung und Entwicklung verschiedener Formen von "Lernen am Arbeitsplatz" und externer Qualifizierung;
  • Qualifizierung und Sensibilisierung von Multiplikatoren;
  • Förderung des öffentlichen Bewusstseins für die Belange von Menschen mit Schriftsprach- und Grundbildungs-Defiziten;
  • Förderung der Eigenaktivitäten von Jugendlichen und Erwachsenen (Lernen lernen);
  • Installation von bundesweiten Beratungs-Netzwerken;
  • Entwicklung, Umsetzung und Evaluation von Interventions-Modulen;
  • Transfer der Ergebnisse.

Hauptbestandteil der Arbeit in den Projektbereichen wird es sein, im Zusammenspiel der Partner aus Bildung, Wissenschaft und Wirtschaft die zuvor entwickelten, umgesetzten und evaluierten Interventions-Module als Best-Practice-Modelle zu etablieren und wissenschaftlich fundierte Praxisempfehlungen zu formulieren.

(RH)