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Presse

PRESSEMITTEILUNGEN

5. November 2010 | "Grundbildung für alle: Neue Chancen für Teilhabe und Arbeit"
"Chancen erarbeiten"-Fachtag am 11. November 2010

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(MM)

27. September 2010 | "Fluchen lernt sich leichter als lesen."

"Dieses deutsche Sprichwort kannten Sie nicht? Dabei gibt es in Deutschland vier Millio-nen funktionale Analphabeten, die Ihnen dies sicher bestätigen könnten! Die Betroffenen fluchen zwar nicht mehr als andere – aber sie verfluchen oft ihr Schicksal, dass sie als Kinder nicht richtig lesen und schreiben gelernt haben. ..."

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30. August 2010 | Deutschland, ein Lant der Dischter und Dencker? Weltalphabetisierungstag in Paderborn

Nicht jeder kann dichten, aber jeder kann lesen und schreiben?! Denkste!

Anlässlich des Weltalphabetisierungstages führen der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V., die Volkshochschule Paderborn und die Buchhandlung Linnemann gemeinsame Aktionen in Paderborn durch.
Interessierte haben die u.a. Möglichkeit sich an einem Book-Crossing zu beteiligen, bei einer Lesung dem Poetry Slamer Suleiman Masomi zu lauschen und sich am ALFA-Mobil zum Thema Alphabetisierung zu informieren.

Die Pressemitteilung finden Sie hier.

4. Juli 2010 | Es wird bunt
Graffiti-Workshop des Netzwerks Alphabetisierung

Für viele ist das, was an die Wand gesprüht ist, nicht zu lesen. In Gelsenkirchen stehen ca. 13.000 Menschen in den Straßen vor diesem Problem. Denn sie haben Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben. Nicht nur mit Graffitis. ...

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(MM)

20. April 2010 | Die Buchbranche feiert am 23. April das Lesen

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(MM)

10. März 2010 | Wer lesen kann, ist klar im Vorteil?! Alphabetisierung und Buchmesse stecken unter einer Decke

Nach statistischen Schätzungen können in Deutschland vier Millionen, in Sachsen 210.000 und in Leipzig 24.000 Erwachsene maximal auf dem Niveau eines Zweitklässlers lesen und schreiben. Sie stehen vor diesen täglichen Herausforderungen: Briefe lesen, Bankautomaten-Displays bedienen oder Fahrpläne entziffern. Sie können weder Formulare ausfüllen noch ihren Kindern etwas vorlesen oder schriftliche Notizen machen.

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(MM)

27. Januar 2010 | Leicht verständliche Lern-Materialien informieren über Rechts-Extremismus

Das Projekt "Chancen erarbeiten – a³" hat leicht verständliches Unterrichtsmaterial zum Rechts-Extremismus erstellt. Es steht ab sofort kostenlos zum Download zur Verfügung. Das leicht lesbare Themenheft "Rechte Szene" wurde vor allem für den Einsatz in Schulen, Volkshochschulen sowie in Jugendberufshilfe-Maßnahmen entwickelt.

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(MM)

1LIVE Krone Gewinner tun Gutes!

Kurt Krömer, Jan Delay, Peter Fox und Clueso sind die strahlenden Gewinner der 1LIVE Krone 2009. Neben der Auszeichnung mit dem angesehenen Publikumspreis haben sie noch eine Gemeinsamkeit: Alle Künstler engagieren sich für das Lesen und Schreiben. Auf YouTube machen sie Menschen mit niedrigen Lese- und Schreibfähigkeiten Mut und setzen sich für eine bessere Grundbildung ein.

Lesen und Schreiben nach der Schule zu erlernen, fällt Betroffenen schwer, kostet viel Arbeit, Zeit und braucht Mut sowie viel Motivation. Kurt Krömer vergleicht das nachträgliche Erlernen der Schriftsprache mit den widrigen Anfängen seiner beruflichen Karriere als Komiker: „Nach 15 Jahren harter Arbeit, habe ich den Standard erreicht, dass ich keine Angst mehr haben musste, dass der Gerichtsvollzieher meine Sachen pfände. Man kam auf die Bühne, mit voller Power und da standen vier Leute. Wenn du was erreichen möchtest, musst du auch ein bisschen was investieren.“ Diese Durchhaltevermögen brauchen junge Erwachsene auch, wenn sie ihre Schriftsprachkompetenz nach der Schule verbessern.

In Deutschland verfügen über vier Millionen Erwachsene über so geringe Lese- und Schreibkenntnisse, dass sie als funktionale Analphabeten gelten. Das Lese- und Schreibniveau gleicht dem eines Schulkindes in der ersten oder zweiten Klasse.

Besonders bedenklich ist, dass jährlich ca. 70.000 junge Menschen die Schule ohne Abschluss verlassen und damit zur Risikogruppe gehören. Trotz Schulbesuchs fällt es ihnen z.B. schwer, Verträge zu lesen und zu verstehen, eine SMS zu schreiben oder sich an fremden Orten zu orientieren. Ungünstige soziale und schulische Umstände sowie fehlende zielgruppengerechte Angebote sind die Ursachen dafür, dass diese Jugendlichen keinen Zugang zur Schriftsprache bekommen.

Das Projekt iCHANCE wendet sich gezielt an junge Erwachsene, die durch eine multi-mediale Kampagne angesprochen und zur Teilnahme an Grundbildungsangeboten motiviert werden. Der Zugang zur Zielgruppe wird über das Thema Musik und jugend-relevante Medien gesucht. Für Jugendliche haben gerade die Stars Vorbildfunktion. Durch ihr Engagement für iCHANCE setzen sich die Künstler für eine bessere Grund-bildung ein und machen den Betroffenen Mut, etwas an ihrer Situation zu ändern. Die Video-Statements und Interviews werden auf dem YouTube-Partnerchannel www.youtube.de/alphabetisierung präsentiert.

In den Statements wird für das ALFA-Telefon als telefonischer Kontakt geworben. Unter der Telefonnummer 02 51 - 53 33 44 bietet der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung Information und Beratung über örtliche Kursangebote für Betroffene an.

Ansprechpartner
Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.
Projekt iCHANCE
Jan-Peter Kalisch
Postanschrift: Postfach 10 02 53, 48051 Münster
Tel: +49 (0)2 51.49 09 96 31
jp.kalisch@alphabetisierung.de
www.iCHANCE.de

Presse-Downloads

Interviews und Statements:
www.youtube.de/Alphabetisierung

Radio-Testimonials:
http://www.alphabetisierung.de/kampagne/audio.html

Bildmaterial:
http://www.alphabetisierung.de/fileadmin/files/Bilder/Print/Postkarte_tattoo_front.jpg

Schriftproben
http://www.alphabetisierung.de/fileadmin/files/Bilder/ALFA-Musik_Schriftproben.jpg

Piktogramm Lesen und Schreiben
http://www.alphabetisierung.de/kampagne/print/piktogramme.html

Frankfurter Buchmesse 2009

Für sie bewegen sich Buchstaben in Texten so wirr wie in einer Buchstabensuppe, so dass Speisekarten, Fahrpläne und Aushänge ein Buch mit sieben Siegeln bleiben. Trotz absolvierter Schulpflicht sind sie nicht in der Lage, eine Zeitung zu lesen, ein Formular auszufüllen oder einen Brief zu schreiben. Sie gelten als funktionale Analphabeten. Die Frankfurter Buchmesse engagiert sich mit dem Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung für die Förderung des Lesens und Schreibens. ...

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(MM)

Stars gegen Analphabetismus

Was haben Peter Fox, Collien Fernandes, K.I.Z., In Extremo und MIA. mit dem Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung gemeinsam? Sie alle engagieren sich für vier Millionen Bundesbürger, die in Deutschland zur Schule gegangen sind, deren Lese- und Schreibfähigkeiten aber das Niveau eines Grundschülers in der zweiten Klasse nicht überschreiten.

Zum UN-Weltalphabetisierungstag am 8. September 2009 veröffentlicht das Projekt "iCHANCE" mit Unterstützung von Google Deutschland auf einem eigenen YouTube-Partnerkanal Interviews und Statements bekannter (Musik-)Stars, die auf das Thema funktionaler Analphabetismus in Deutschland aufmerksam machen.

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(TH)

Wenn Buchstaben zur Stolperfalle werden...

... dann ist es gut, wenn jemand einem wieder aufhilft. Das Projekt "a³" - ist am 8. September in Bielefeld zu Gast, um gemeinsam mit Partnern die Hilfen für Personen mit Lese- und Schreibschwächen vorzustellen.

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Weltalphabetisierungstag

Zum Anlass des Weltalphabetisierungstages am 8. September 2009 hat die UNESCO eine Pressemitteilung herausgegeben.

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Weltalphabetisierungstag am 8. September 2009 in Berlin

Millionen Menschen weltweit können nicht lesen und schreiben. Daran erinnert die UNESCO jedes Jahr am 8. September. Für viele Entwicklungsländer ist dies bekannt. Doch womit keiner rechnet: Analphabetismus ist auch ein Problem in Deutschland...

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"Brecht meets Graffiti" | Bielefeld, 8. September 2009

Für viele ist das, was an die Wand gesprüht ist, nicht zu lesen. In Gelsenkirchen stehen ca. 13.000 Menschen in den Straßen vor diesem Problem, denn sie haben Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben.

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Mitmach-Aktionen beim Lese-Fest für Kinder und Jugendliche

Das erstmalig stattfindende Lese-Fest in Wuppertal wurde durch die dort ansässigen Autoren initiiert. Den Kindern und Jugendlichen soll Spaß am Lesen vermittelt werden, um die Lese- und Literatur-Kompetenz zu fördern und zu stärken. Hier geht das Lese-Fest mit vielfältigen jugendkulturellen Zugängen neue Wege.

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Vier Millionen Erwachsene von der Bundestagswahl ausgeschlossen? Parteien beziehen Position zur Alphabetisierungsarbeit

Sie können Briefen, Formularen und Plakaten kaum einen Sinn entnehmen. Die Zeitschrift lesen im Wartezimmer beim Arzt? Ein Formular ausfüllen? Wahlprogramme lesen und verstehen? Undenkbar! Sie gelten als funktionale Analphabeten. Vermutlich vier Millionen Menschen sind betroffen. Doch ohne ausreichende Lese- und Schreibfähigkeit ist gesellschaftliche Teilhabe kaum möglich.

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(AB/MM)

Wörter kennen keine Mauern - Häftlinge lernen lesen

Über 12.000 Erwachsene in Münster können nicht richtig lesen und schreiben. Für sie bleiben Texte ein Buch mit sieben Siegeln. Aushänge geben ihnen Rätsel auf. Bücher lesen? Briefe schreiben? Undenkbar! Sie gelten als funktionale Anal-phabeten und beherrschen die Schrift bestenfalls wie ein Drittklässler. Auch im Gefängnis fallen die Gefangenen auf, die keine oder unzureichende Schriftkenntnisse haben. Am 7. Juli 2009 ab 18:00 Uhr berichten Gefängnis-Insassen in einem Presse-Gespräch in der Justizvollzugsanstalt Münster von früheren Vermeidungsstrategien und heutigen Fortschritten mit der Schrift. ...

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(MM)

Stell dir vor, es ist Alpha-Kurs und keiner geht hin!

Von den Zahlen haben wir alle schon gehört: Trotz Schulpflicht vier Millionen funktionale Analphabeten in Deutschland (davon etwa 13.000 in Münster), 2.800 Alphabetisierungskurse an Volkshochschulen, etwa 20.000 Lerner in VHS-Kursen.

Aber wo bleiben die restlichen 99,5% der funktionalen Analphabeten? Und was ist mit der Risikogruppe von jährlich 70.000 jungen Erwachsenen, die die Schule ohne Abschluss verlassen? Wie findet der Jugendliche zur Motivation und letztlich zum Lernangebot? Oder muss das Lernangebot den Jugendlichen finden? Sind die klassischen Kurse überhaupt attraktiv für junge Erwachsene? Und wie müssen passende Lernangebote gestaltet sein? ...

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(MM)

Leipzig feiert die Buchstaben – vier Millionen Menschen haben mit ihnen zu kämpfen

Ein Leben ohne lesen zu können – 210.000 Erwachsene in Sachsen und 24.000 Menschen in Leipzig können Briefen, Formularen und Plakaten keinen Sinn entnehmen. Zeitunglesen im Wartezimmer beim Arzt? Telefonnotiz machen? Undenkbar! Um über Möglichkeiten und Angebote zur Förderung zu informieren, bietet das Projekt "Chancen erarbeiten" auf der Leipziger Buchmesse viele Veranstaltungen an. Wendige Wortakrobaten wirbeln bei Dichter-Wettbewerben, Betroffene berichten über ihre Rezepte im Umgang mit dem Buchstabensalat und Schlag für Schlag können Messebesucher mit dem ABC-Golf `n´ Goal am Lern-Handicap arbeiten und ihre eigenen Lese- und Schreibfähigkeiten auf die Probe stellen. ...

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(MM)

Warum Vorleser auch heute noch wichtig sind

Der Film "Der Vorleser" wurde heute mit einem Oscar ausgezeichnet. Nun wird bei einer Aktion im Cineplex über Alphabetisierung in Münster informiert. Der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung hat seinen Hauptsitz in Münster und informiert anlässlich des Filmstarts von "Der Vorleser" über Beratungs- und Hilfsangebote für Menschen, die nicht richtig lesen und schreiben können. ...

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(MM)

Der Vorleser

Sie ist rätselhaft und viel älter als er... und sie wird seine erste Leidenschaft. Eines Tages ist Hanna (Kate Winslet) spurlos verschwunden. Erst Jahre später trifft Michael (David Kross/Ralph Fiennes) sie wieder – als Angeklagte im Gerichtssaal. Hier erfährt er von ihrem persönlichen Schicksal und von ihrer grausamen Vergangenheit als KZ-Aufseherin. Am Ende wird er sie durch seine nie verloren gegangene Zuneigung erlösen. ...

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(MM)

Von A wie Anstalt bis Z wie Zukunft

Beim Fußballmatch wurde noch laut mitgejubelt, bei der DVD-Vorführung neugierig geschwiegen. Mit der gestrigen Aktion "Buchstaben überwinden Mauern" machten die JVA und das Projekt "Chancen erarbeiten" des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung auf das Thema Lesen- und Schreibenlernen hinter Gefängnismauern aufmerksam. Die Veranstaltung führte mit einem Film zum Thema funktionaler Analphabetismus die DVD-Ausleihe in der JVA Münster ein und war zugleich Ausdruck der langjährigen guten Zusammenarbeit der Fachstelle Gefangenenbüchereiwesen mit dem Bundesverband. ...

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(MM)

NRW-Tag 2008 in Wuppertal

Buchstaben bewegen. Sich. Dich. Mich. Aktionen zum Zuhören, Erfahren und Mitmachen. Buchstaben beim NRW-Tag mal ganz anders erleben!

Wissen bewegt sich beim NRW-Tag zusammen mit dem ALFA-MOBIL am Parkplatz an der Kornstraße in Wuppertal-Sonnborn von Samstag, 30. August 2008, bis Sonntag, 31. August 2008, von jeweils 10 bis 18 Uhr. Der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung führt zusammen mit der Bergischen Volkshochschule zahlreiche Aktionen und Informationsveranstaltungen durch. Hier gibt es Buchstaben in vielfältiger Variation: als Information, als Rätsel und als Literatur-Vortrag. Ziel ist es jeweils, dass sich die Besucher besser in die Situation von Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten hineinversetzen können. In diesem Zusammenhang finden Mitmachaktionen statt, bei denen kleine Preise gewonnen werden können. NRW-Tag-BesucherInnen sollten also Lesebrille und Stift einpacken und sich an den Stand des Bundesverbandes Alphabetisierung und Grundbildung begeben. ...

Zur kompletten Presseinformation (pdf) | Zum Programm des NRW-Tages (pdf)

(MM)

Von A wie Anstalt bis Z wie Zukunft

Einen ersten Schritt in Richtung Zukunft der Gefängnisinsassen in Münster kann die Verbesserung der Lese- und Schreibfähigkeiten bieten. Dazu möchten die Gefangenenbibliothek der JVA Münster und das Projekt "Chancen erarbeiten" beitragen. Dass das Thema Grundbildung sich nicht nur trocken vermittelt, soll nun ein Eröffnungsduell zwischen Inhaftierten und Nicht-Sesshaften zeigen, das auf einem Platz im Gefängnis ausgetragen wird. ...

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(MM)

Leipziger Buchmesse 2008 ein Erfolg

Mit einer weiteren Steigerung der Besucherzahlen schloss am vergangenen Sonntag die Leipziger Buchmesse ihre Pforten. An den vier Messetagen versammelten sich insgesamt 129.000 Besucher (2007: 127.000) auf dem Messegelände und informierten sich bei 2.345 Ausstellern aus 39 Ländern über Neuheiten, bei Autoren und Verlagen sowie über Neue Medien zum Messeschwerpunkt Bildung. Zum vierten Mal in Folge präsentierte sich auch der Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung (BVAG), dank der freundlichen Unterstützung der Leipziger Buchmesse, an einem eigenen Stand in Halle 2.

In einer Auftaktveranstaltung im Congress Center stellte der BVAG die neuen Projekte Chancen erarbeiten, Vorstudie und PROFESS vor. Die Gäste Peter Hubertus (Geschäftsführer BVAG), Dr. Regine Chenot (Projektleitung "Vorstudie"), Ralf Häder (Verbundleitung "Chancen erarbeiten") und Frank Drecoll (Verbundleitung "PROFESS") zeigten auf, wie im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eingerichteten Förderschwerpunkts "Forschung und Entwicklung zur Alphabetisierung/Grundbildung Erwachsener" u.a. der Forschungsstand verbessert, die Professionalisierung von Alphabetisierungspädagogen gesichert, Wege und Formen der besseren Erreichbarkeit der Zielgruppen untersucht sowie neue Möglichkeiten zur Erhöhung der Teilnahme an nachholender Grundbildung erschlossen werden.

Peter Hubertus (Geschäftsführer BVAG) gab Auskunft über neue Projekte.

 

Am Messestand des BVAG informierte das Alfa-Mobil über die Thematik funktionaler Analphabetismus. Knapp wurden hier die vom Bundesverband bereitgestellten Sitzmöglichkeiten, wenn die Gäste der Selbsthilfegruppe Ludwigshafen, der 17-jährige Jugendbuchautor Jerome Arne D‘Jeffey und der ehemals selbst betroffene Kinderbuchautor Tim-Thilo Fellmer aus erster Hand über ihre Erfahrungen aus einer Welt ohne Buchstaben berichteten. Kai-Uwe Mix, ehemaliger Betroffener aus Berlin, über seine Motivation in die Öffentlichkeit zu gehen: "Ich möchte anderen Mut machen, die nicht lesen und schreiben können. Und ich möchte den oft zu wissenschaftlichen Abhandlungen ein persönlicheres Bild verleihen, in dem ich vor Ort Fragen der Besucher beantworte."
 

Der ehemalige Betroffene Kai-Uwe Mix - hier im Gespräch mit Elfriede Haller (Vorstand BVAG) - schilderte anschaulich, mit welchen Herausforderungen funktionale Analphabeten zu kämpfen haben.

 

In Interviews stand vor Ort auch die Evangelische Hochschule für Soziale Arbeit Dresden mit ihrem Projekt EQUALS, vertreten durch Stephan Hein, Alla Koval und Ulrike von Wölfel, Rede und Antwort. Sie berichteten über die Ziele und Methoden ihres Projekts zur Grundlagenforschung in der Alphabetisierung und beantworteten bereitwillig Fragen aus dem Publikum.

Zur Auflockerung wurden Alfa-Musik Video-Spots, Lehr- und Lernmaterialien des KLETT-Verlages präsentiert und Rätselspiele für Jugendliche durchgeführt. Projektleiter Timm Helten zieht eine positive Bilanz: "Durch den neuen Standort im Kinder- und Jugendbuchbereich konnten wir eine direkte Ansprache junger Menschen erreichen und sie auf die Problematik des funktionalen Analphabetismus aufmerksam machen. Die vielen Rückfragen und Gespräche von Schülern werten wir als sehr positives Signal und als Motivation für unser verstärktes Engagement in diesem Bereich."

Gut aufgestellt für eine bessere Grundbildung: Hilmar Bender, Home of the Lame, ehemalige Betroffene und Projektmitarbeiter des BVAG.


Besonderes Augenmerk galt der Autorenlesung von Hilmar Bender, der Betroffenentexte aus dem Buch "Wörtersehnsucht", einige Kapitel seines Buches "Die Schönheit der Chance – Tage mit TOMTE auf Tour" und als Highlight eine Zusammenfassung der gemeinsamen Aktion auf der Leipziger Buchmesse 2007 in gewohnt humorvoller Art zum Besten gab.

Für die stimmungsvolle musikalische Untermalung sorgte in diesem Jahr Felix Gebhard, Sänger und Gitarrist der Indie-Rock Band Home Of The Lame, die am selben Abend im Vorprogramm von Wir Sind Helden in Leipzig auftraten.

Hilmar Bender im Redeflow

FHome of the Lame Sänger Felix in Aktion

 

Mit begleitend durchgeführten Workshops für KursleiterInnen von Alphabetisierungs- und Grundbildungskursen, LehrerInnen an Haupt-, Berufs- und Förderschulen gab der BVAG konkrete und an der praktischen Arbeit ausgerichtete Hilfestellungen und rundete das vielfältige Angebot an Veranstaltungen ab.

(JPK/TH)