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16.06.10 18:00 Uhr

Serienstar engagiert sich für das Lesen und Schreiben lernen

 

Die Schauspielerin Josephine Schmidt spielt in der SAT.1-Telenovela
"Anna und die Liebe" die ehemalige Analphabetin Mia Maschke. Der Serienstar setzt sich auch außerhalb ihrer Schauspielrolle für das Lesen und Schreiben ein und unterstützt den Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung e.V.

Josephine Schmidt, die neben ihrer Schauspielkarriere ein Fernstudium absolviert und sieben Fremdsprachen spricht, unterstützt in Video- und Audiobotschaften die Kampagne "iCHANCE". Die Kampagne wendet sich speziell an junge Erwachsene mit Lese- und Schreibschwierigkeiten, räumt mit Vorurteilen auf und hilft, dass Betroffene den Weg zu einem Lese- und Schreibangebot finden. Die Interviews mit Josephine Schmidt sind ab sofort auf dem YouTube-Partnerchannel der Kampagne zu sehen.

Das Design des Channels und der Videos wurde komplett überarbeitet, um den Ansprüchen von jungen Erwachsenen gerecht zu werden: www.youtube.de/alphabetisierung

In der SAT.1-Telenovela „Anna und in die Liebe“ hat es Mia Maschke geschafft. Sie hat mit Unterstützung von Freunden und harter Arbeit das Lesen und Schreiben gelernt. Danach hat sich ihr Leben stark verändert: Sie arbeitet mittlerweile erfolgreich in einer Werbeagentur und steht selbstbewusst mit beiden Beinen im Leben.

Die funktionale Analphabetin Mia Maschke wird von der Schauspielerin Josephine Schmidt gespielt. "Mia Maschke hat aufgrund eines traumatischen Ereignis in der Kindheit den Anschluss in der Schule verpasst und nicht ausreichend lesen und schreiben gelernt.", erläutert Josephine Schmidt ihre Rolle. "Sie musste viel Fantasie aufbringen, um ihre Lese- und Schreibschwierigkeiten zu verbergen und oftmals ihre besten Freunde anlügen. Niemand sollte sie für dumm halten. Dumm ist sie allerdings überhaupt nicht. Im Gegenteil, Mia ist sehr clever und wissbegierig."

Die Serie spricht ein Thema an, das in unserer Gesellschaft immer noch mit vielen Vorurteilen verknüpft wird. In Deutschland verfügen über vier Millionen Erwachsene über so geringe Lese- und Schreibkenntnisse, dass sie als funktionale Analphabeten gelten. Trotz Schulbesuchs fällt es ihnen schwer, einfache Texte zu lesen, eine Mail zu schreiben oder sich an fremden Orten zu orientieren. Ungünstige soziale und schulische Umstände sind die Ursachen dafür, dass viele Menschen keinen Zugang zur Schriftsprache bekommen.



"iCHANCE"-Projektleiter Timm Helten vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung sieht dringend Handlungsbedarf, um junge Erwachsene mit geringer Schriftsprachkompetenz individuell zu unterstützen: „Jedes Jahr verlassen ca. 70.000 Jugendliche die Schule ohne Abschluss. Viele davon sind auf dem Lese- und Schreibniveau eines Grundschülers in der ersten oder zweiten Klasse. Wir müssen diese Zielgruppe mit passenden Mitteln erreichen und für bestehende Lernangebote werben. Dabei unterstützen uns viele namhafte Stars, die sich für eine bessere Grundbildung einsetzen und den Betroffenen Mut machen, etwas an ihrer Situation zu ändern."

Zum Interview mit Josephine Schmidt

(TH)